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Sarek Nationalpark 2010
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Mit dem Nachtzug von Stockholm nach Murjek
Am Stour Dahta
Blick auf die Berge im Sarek
Blick auf den Gletscher
Im Rapadalen
Ein Elch im See
Im Tal Rapadalen
Das Rapaldaelta vom Skierffe
In Saltuluokta
Bildergalerie Sarek  2010

Vom 26. Juni bis zum 19. Juli 2010 erlebten Michael Schwerdtfeger und ich ein Abenteuer in Europas letzter Wildnis, dem Sarek Nationalpark. Weit nördlich des Polarkreises trotzen wir rauem Wetter, gefährlichem Gelände und wilden Tieren.

Am Morgen des 26. Juni 2010 erreichten wir nach ca. drei Stunden Fahrt den Frankfurter Flughafen. Pünktlich um 07:35 Uhr startete unser Flugzeug in Richtung Stockholm, wo wir um 09:30 Uhr am Flughafen Arlanda landeten. Wir fuhren mit dem Bus zum Stockholmer Hauptbahnhof wo um 18:12 Uhr unser Nachtzug Richtung Lappland abfuhr. Sonntag Morgen um 07:30 Uhr erreichten wir Murjek, von dort aus ging es mit dem Bus über Jokkmokk nach Kvikkjokk, wo das Abenteuer Sarek beginnen sollte.

Das erste Nachtlager errichteten wir am See Stour Dahta. Am nächsten Tag wanderten wir auf dem Kungsleden bis zum 884 Meter Hohen Berg Hournnasj, von dessen Gipfel genoßen wir den Blick auf die Seen Rittak und Tjaktjajaure. Am Abend schlugen wir unser Lager am Fuße des Berges Favnoajvve (1117 Meter) auf und durchquerten am folgenden Tag die moorigen Hochebenen von Ijvvalahkoo. Vom Gipfel des Suolanjunnje (1088 Meter) verschafften wir uns einen Überblick und hatten einen tollen Blick auf das mächtige Parte-Massiv. Nachdem Michael eine Weile mit dem Fernglas die Hochebenen beobachtete, konnte er eine Elchkuh mit zwei Kälbern im Tal ausmachen. Da die Tiere aber leider zu weit entfernt waren, gelangen auch mit dem 300mm Teleobjektiv keine brauchbaren Aufnahmen. Wir beobachteten die Elche noch eine Weile und stiegen dann ins Tal ab und stellten unser Zelt am See Vajgganjavratja auf.

Am vierten Tag folgten wir dem Fluss Gadokjahka. Nach ca. acht Kilometern fanden wir an dessen Ufer einen schönen Lagerplatz mit Blick auf den großen Gletscher Barddejiegna. Am folgenden Tag durchquerten wir den ca. drei Grad kalten Fluss und folgtem dem Skajdejagasj in Richtung des Tales Gaskasvagge. Der Abstieg führte über große Schneefelder und steile Geröllhänge und war sehr schwierig und anstrengend. Wir mussten nach ca. zehn Kilometern ein Notlager im Gebirge errichten da wir mit unseren Kräften am Ende waren. Am nächstem Morgen setzten wir unseren Abstieg fort und erreichten gegen Mittag den Fluss Sarvesjahka im Sarvesvagge-Tal. Nach einer ausgedehnten Mittagspause schlugen wir uns durch dichten Birkenwald nach Westen durch wo wir am Abend das Tal Rapadalen und den Fluss Rahpaädno erreichten.

Auf der Suche nach einem geeigneten Zeltplatz fand Michael ein schönes Elchgeweih. Nachdem wir uns weiter durch dichtes Unterholz schlugen erspähte ich die ersten Rentiere unserer Tour. Ich machte einige Fotos, drehte mich um und sah einen Elchbullen beim Trinken im See. Ich schnallte meinen Rucksack ab und pirschte mich durch eine moorige Wiese bis auf zwanzig Meter an das Tier heran. Da ich nur auf diesen einen Elch fixiert war bemerkte ich nicht das rechts von mir noch fünf weiter Elchbullen im Gebüsch standen. Ich machte noch einige Fotos und zog mich langsam zurück zu Michael, der die Stellung bei unseren Rucksäcken hielt. Nachdem wir noch einige Rentiere am Fluss beobachteten, fanden wir einen schönen Lagerplatz und konnten erstmals ein Feuer entzünden um unsere nassen Sachen zu trocknen. Nach zwei Tagen bauten wir das Zelt ab und wanderten am Rahpaädno das Tal hinunter. Beim durchqueren des dichten Birkenwaldes tauchte ca. zehn Meter von uns entfernt ein Elchbulle auf, nach einer kurzen Fotosession war er genauso schnell wieder verschwunden wie er aufgetaucht war.

Wir campierten eine Nacht am Fuße des Berges Gädokbuollda auf einer Anhöhe. Am nächsten Tag wollten wir den Fluss Gädokjahka erreichen um ihn zu durchqueren. Auf halber Strecke sahen wir einen Braunbären am Fluss. Nachdem wir den Bär kurz von einer Anhöhe aus beobachtet hatten, zogen wir uns zurück in den Wald und erreichten am frühen Abend die Ufer des Gädokjahka. Da der Fluss viel Wasser führte gab es keine Möglichkeit ihn zu durchwaten und so entschlossen wir uns ihn im Gebirge zu umgehen. Wir verließen das Rapadalen-Tal und marschierten im Gädokvagge-Tag in Richtung des Berges Vajggantjakka (1307 Meter). Nach einem Umweg von drei Tagen konnten wir von dessen Gipfel aus erstmals das berühmte Delta des Rahpaädno sehen. Vom Vajggantjakka gingen wir zwischen dem Stour-Dagar und dem Suobbattjahka in Richtung Rittak und Kungsleden.

Nachdem wir die Grenze des Sarek Nationalparks überschritten, und den Kungsleden erreicht hatten, gönnten wir uns einen zweitägigen Aufenthalt in Aktse. Von dort aus bestiegen wir den Berg Skierffe um den Blick auf das Rahpadelta zu genießen.

Wir wanderten nun auf dem Kungsleden in Richtung Norden und gelangten über Sitojaure und Autsutjvagge zu unserem Endpunkt nach Saltoluokta.

Wir hatten eine tolle und aufregende Zeit in der Wildnis des Sarek Nationalparks. An dieser Stelle möchte ich mich nochmal bei meinem guten Freund Michael für dieses Abenteuer bedanken!

Michael und ich planen, im Sommer 2012, in den Sarek zurückzukehren. Weitere Infos werden folgen!!

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© 2012, Tim Böstge          w w w . t i m b o e s t g e . d e          Letzte Aktualisierung: 04.03.2013

 

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